Posts mit dem Label Tourstory 16 Frehel - SaintBrieuc werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tourstory 16 Frehel - SaintBrieuc werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 21. September 2023

Tourtag 12 Anfahrt von Frehel nach Saint-Brieuc

Tourtag 12 Aufbruch nach Saint-Brieuc

Morgens gegen 06.00 ging der Wecker. Zelt abbauen, Rucksack packen und dann sollte es nach Saint-Brieuc gehen. Ich musste wie am ersten Tag nach Frehel wandern, um den Bus, der von Plevenon kam, gegen 07.30h zu bekommen. Alle anderen wären zu spät abgefahren.
Mit der kommenden Ankunft und dem dortigen weitergehen stand mir ein neues Kapitel auf dem GR34 bevor, worauf ich recht neugierig war.
So richtig erleben durfte ich die neuen landschaftlichen Veränderungen ja erst wesentlich später bei weiter folgenden Anfahrten und Touren, aber hier mit dem erreichen des Cap Frehel war erst einmal ein toller Abschluss gefunden. Von da an sollte vieles professioneller und mit viel mehr Routine auf Wegen mit nie vermuteten landschaftlichen Kulissen weitergehen.

Recht schnell ging ich den Weg entlang der Landstraße, um frühzeitig da zu sein. Mein Pech, es hatte dort noch nichts geöffnet, so musste ich auf meinen ersten Kaffee an dem Tag warten. Der Bus kam recht pünktlich, noch gab es keinen Fahrgast, was sich aber schnell auf der Fahrt in die Großstadt änderte. Ich sah während der Fahrt bis Pleneuf-val-Andre vereinzelt Streckenpunkte, die ich auf dem bisherigen Weg begangen bin.

Meine Neugierde wuchs bezüglich der Großstadt, die direkt am Rand der eigentlichen Wegstrecke liegt. Bis auf die Schüler und den berufstätigen Menschen war noch wenig Leben in der City. Ein großer Park mit vielen Bänken lud mich zum rasten ein, bis die Filiale des Tourismusbüros davor öffnete. Aufgrund der frühen Weckzeit döste ich zwischendurch auf der Bank schon mal ein. Und doch bekam ich einiges vom Aufbruch der Stadt in den neuen Tag mit. Neben sehr modernen Gebäuden um mich herum fielen die Menschen auf, die ihr Leben wie die in anderen Städten auf der Straße verbringen. Doch recht zentral platziert bewegte sich deren lebhaftes aktive Treiben fast nur um einer Bank herum. Menschen, die im nahe liegenden Einkaufszentren auf den Arbeitsbeginn warteten, pausierten dort genauso wie diejenigen, die auf ihren Arbeitsbeginn in Dienstleistungs- oder Bürojob warteten. Von der Hauptstraße kommend sah ich Pendler mit Auto, aber auch in großen Mengen Rollerfahrer, die bestimmt vom Bahnhof kamen, und im Kern der Stadt zum Arbeitsplatz fuhren. Bunte und skurrile Motive für mich, die ich wahrnahm. Vom Edelzwirn mit Baseballmütze und Kopfhörer auf dem Roller, wie auch andere recht auffällig gekleidete Menschen auf dem Weg in die City. 

Mit dem Besuch im Touristikcenter wollte ich mich nach Schlafplätzen erkundigen, der GR34 war schon etwas weit außerhalb. Sehr modern und informativ, was ich dort im Inneren nach der Öffnung vorfand. Wichtig für mich waren wie immer jegliche Busverbindungen und Campingmöglichkeiten. Da mir bis nach Saint-Brieuc ein bis zwei Etappen auf meinem Weg fehlten, wollte ich recht nah am Busbahnhof bleiben. Ein Campingplatz kam nahe des Bahnhofs im Stadtinneren in Frage. Im Stadtinneren?-, oh, zumindest war es vorübergehend vorbei mit schlafen am Wasser. Ich machte mich auf und entschied mich dazu, erst einmal das Zelt aufzubauen. 
Zwanzig Minuten Fußweg, das war machbar und nicht weit weg vom Bahnhof wie vom Stadtkern. Ich fand eine nette Familie zwecks Campingleitung vor. Doch es gab die kleine Überraschung, das ich auf dem Gelände an einem Bach mit einer kleinen Wiese und einer Picknickbank mitten auf dem Gelände unterkam. Denn, so versuchte man mir mit ganz viel Stolz zu erzählen, der Platz sei für das ganze Pfingstwochenende komplett ausgebucht. In der Stadt würde am Wochenende ein großes Musikfestival stattfinden, dementsprechend gäbe es kaum Schlafplätze weit und breit. Und somit begann mit dem Aufenthalt dort eine eigene große Geschichte neben meinem Wanderweg, die ich so nicht erwartet hatte. Trotz das der Platz inmitten der Stadt war, war es dort ein angenehmes Ambiente in einem weitgehend parkähnlichen Gelände zum wohlzufühlen. 
Danach eine Stadtbesichtigung samt Einkauf, um ab den nächsten Tag die fehlenden Strecken nachzuholen. Ein Plan, der mit den dann folgenden Erfahrungen noch einmal meine Tourgewohnheiten im Bereich Disziplin und Ausdauer verändern sollte.
Ich war platt. Trotzdem ging es nach kurzem ausruhen in die Stadt. In einem Flyer bemerkte ich, das es viele bunt bemalte Häuser in der Innenstadt geben würde. Dazu gab es neben den Fußgängerbereichen viele Altstadtviertel mit vielen antiken Fachwerkhäusern. Und überall an wichtigen Punkten ein hektischer Aufbau von Partyzelten und Bühnen, egal ob groß oder klein. Unfassbar, was bei der Größe an Aufbauten hier wohl am Wochenende passieren würde dachte ich immer wieder. Ich war schon recht überfordert, mit dem was ich hier an Kontrast neben meinem Küstenwegen aufnehmen musste. Mir gefiel es trotzdem. Es war eine sehr schöne Innenstadt mit vielen interessanten Punkten, die recht nahe miteinander verbunden waren. Ich war gespannt, was mich trotz der noch wartenden Wanderungen in den nächsten Tagen dort erwarten würde. Denn innerlich wartete ich trotz der Naturverbundenheit auch immer wieder auf typische bretonische Eigenheiten in Bereichen Kultur, Menschen, Aktionen.
Ein bisschen davon durfte ich später am Abend schon nahe meines Zeltes erleben. Nach der ersten kurzen Stadtbesichtigung ging ich recht früh in mein Zelt. Es gab in nächster Nähe Camping-Container und Holzhütten, die für größere Familien oder Gruppen vermietet wurden. In einer dieser Unterkünfte waren junge Männer, allem Anschein nach Handwerker, die wegen ihrer Arbeiten in der Umgebung dort nächtigten. Aus dem Auto drang laute Musik, die für den ersten Moment unruhige Momente hervorrief. Mir war nach Ruhe und nicht nach Lautstärke. Andererseits hörte ich interessiert trotz nicht verstehen der Sprache den drei Männern und der Musik zu, wie sie sich französisch und gut gelaunt unterhielten. Nebenher die Musik, die zum einen immer wieder von den Bier trunkenen Männern gut gelaunt mitgesungen wurde, und, sie gefiel mir bei mehrmaligen zuhören sehr gut. Zum Glück war meine App für Musiksuche geladen und bereit, den Song zu erkennen.
Bis die Jungs schlafen gingen, zum Glück nicht all zu spät, klang immer wieder dieses Lied aus den Boxen, musikalische Momente die im Gedächtnis eng verbunden blieben mit dem Camping-Platz in Saint-Brieuc und dem Abend.
La Rue Ketanou - Le Capitaine de la Barrique
https://www.youtube.com/watch?v=ilIwgE4pauk



Gare de Saint-Brieuc















Vorbereitungen für das ART-Rock Festival über Pfingsten


















Street-ART auf vielen Häuserfronten in Saint-Brieuc

Altstadtgassen

























































Tourtag 16 Lezardrieux – Pleubian - Sillon de Talbert

Tourtag 0 2 0923  L e zardrieux – Pleubian - Sillon de Talbert (weitere Bilder folgen)  „ Pleubian“ und die lange ins Meer führende Landzun...