Ankunft 0923 in L'Arcouest bei Paimpol
(weitere Bilder folgen)
Etwas ganz neues an Küste erwartete mich nun beim letzten Besuch des Jahres bei „Paimpol“. Nach nun zwei Touren mit Begleitung ging es noch einmal zum bretonischen Fernwanderweg, um kraftvoll jeglichen zur Verfügung stehenden Wandertag auszunutzen. Viele Kilometer und ganz andere Formen der Küstengestaltung, worauf ich mich wegen der nun kommenden Abwechslung sehr freute. Da es für das nächste und folgende Jahr den Plan gab, das mich Thomas begleiten wollte, entschied ich die nun felsenreiche und eher flache Strecke vorzuziehen. Es fehlten noch drei Etappen zwischen „Saint-Brieuc“ und „Paimpol“, da ich diese in Begleitung von Nina noch ausließ. Und da es in den damals vergangenen Monaten viele Strecken über fast immer grüne hohe Riffs gingen, brauchte ich Abwechslung. Dementsprechend schob ich die fehlenden Etappen ins nachfolgende Jahr und stellte mich darauf ein, von „L’Arcoust“ bei „Paimpol“ zu starten.
Vorerst zum letzten Mal nahm ich den Fernbus von „Paris“ nach „Saint-Brieuc“. Der dann nötige Linienbus von „Saint-Brieuc“ nach „Paimpol“ fuhr am späten Nachmittag. Und wieder einmal gab es Wehmut bezüglich meiner Erinnerungen von der Zeit, wo ich Ende Mai wegen vieler Tourtage in „Saint-Brieuc“ verweilte, und wo es zu einem späteren Zeitpunkt von dort mit Begleitung nach „Saint-Quay-Portrieux“ ging. Der Linienbus, der zum Bahnhof in „Paimpol“ fuhr, war dann auch mit veränderter Liniennummer das Fahrzeug, was mich einige Stationen weiter zum nun nördlichen Küstenpunkt brachte. Es war kurz vor „L’Arcouest“, von wo es per Fähre zur „I`le de Brehat“ ging.
Der Platz selbst war noch gut gefüllt mit vielen Campingurlaubern, und ich stand auf einem Berg direkt am Rand. Ich konnte nur mit der Zunge schnalzen, als mich die Pächterin dorthin führte. Ein weiter Blick aufs Meer und zum ersten Mal sah ich in der Ferne an der bretonischen Küste eine große Insel mit vielen kleinen Vorinseln. Es fuhr noch eine letzte Fähre, die zum frühen Abend Inselgäste zum Festland zurück brachte.
Ich hatte für den Start nur ein Minimum an Proviant mit. Das bei Ankunft schon gewohnt gekaufte Baguette samt der heimischen Dauerwurst und Käse. So nutzte ich nach meinen Zeltaufbau und der üblichen Orientierungsrunde den kurzen Gang zum Eingangsbereich, wo zwei Händler mit Getränken und warmen Speisen wie Pizza, Huhn und Kartoffeln standen.
Neben einem jungen Paar, welches mit einem kleinen Picknick ebenfalls an der Mauer saß, hatte ich es mir gemütlich gemacht. Zum essen, zum trinken und ja, und zum staunen. Die Blicke gingen mal nach rechts zur großen bewohnten Insel, die Blicke gingen nach links um die dauernde Veränderungen der Farben des Abendhimmels zu verfolgen. Phantasie kam auf, denn ich dachte an die bisherigen hohen und tiefen Gezeiten, die ich bisher sah, und mir dann vorstellte, wie viel an Granitinseln hervor scheinen könnten, wenn sich das Wasser bei Ebbe in Richtung Meer zurück ziehen würde.

Rennes, die Landeshauptstadt 
Ankunft L'Arcouest mit Blick auf I'le de Brehat 
Weiter Blick auf die zu begehende Strecke
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